Das Thema Backup liegt mir am Herzen. So möchte ICH keine Daten verlieren, aber auch DICH vor Datenverlust schützen.

Weitere Informationen zum Thema Backup

Im Beitrag Backup für Fotografen beschreibe ich die unterschiedlichen Backup-Möglichkeiten, zwischen denen zu wählen kannst. Schließlich gehe ich der Frage nach, ob Cloud oder NAS die bessere Variante zum Sichern deiner Daten ist.

So sichere ich meine Fotos

Ich selbst verwende ein NAS – und zwar die Synology DiskStation 918+* um meine Daten zentral im Netzwerk verfügbar zu haben (ein Backup ersetzt dies nicht!).

Meine Fotos importiere und bearbeite ich lokal am Computer. Wenn ich damit fertig bin, übertrage ich sowohl die Fotos als auch die Kataloge (Adobe Lightroom bzw. Skylum Luminar) mit Hilfe von FreeFileSync auf mein Netzlaufwerk.

FreeFileSync - Norbert Eder Photography
FreeFileSync

Warum ich FreeFileSync verwende

Zwei Themen, auf die ich besonders eingehen möchte:

NAS-Sync-Software / Synchronisierte Verzeichnisse

Viele NAS-Hersteller bieten eine Sync-Software an. So beispielsweise auch Synology, hier nennt sich die Software Synology Cloud Station. In der Regel funktionieren diese wie auch Dropbox funktioniert. Es wird ein lokales Verzeichnis definiert und alle Änderungen innerhalb dieses Verzeichnisses werden automatisch im Hintergrund mit der NAS synchronisiert.

Diese automatische Synchronisierung ist super praktisch, birgt aber auch einen gewaltigen Nachteil in sich. Änderungen werden sofort aufs NAS übertragen. Das betrifft nicht nur Daten, die okay sind, sondern auch kaputte Daten.

In den vielen Jahren, die ich Adobe Lightroom nutze, ging mein Katalog bereits mehrfach kaputt – das schafft Skylum Luminar übrigens auch. Würde dieser nun sofort synchronisiert werden, wäre auch der gesicherte Katalog auf dem NAS kaputt. Wer natürlich vom NAS noch brav ein Backup macht (wie es sich gehört), könnte dieses zurückspielen, aber das muss nicht so sein. Daher synchronisiere ich manuell.

Verfügbare Sync-Software

Es gibt zahlreiche Tools am Markt, kostenlose und auch kostenpflichtige. Alle preisen sich als die beste Lösung an. Manche kosten sogar richtig viel Geld und funktionieren noch nicht einmal. Über 20 Jahre als Softwareentwickler habe ich schon zahlreiche Tools für genau dieses Problem getestet und immer wieder bin ich zu FreeFileSync zurückgekehrt. Weil es funktioniert.

Wie funktioniert FreeFileSync?

Neben zahlreichen weiteren Funktionen, kann man Verzeichnisse auf Basis unterschiedlichster Kriterien miteinander vergleichen und diese Unterschiede anschließend bereinigen.

Im ersten Schritt werden die Unterschiede gesucht. Dies passiert in meinem Fall auf Basis von Dateinamen und dem Änderungsdatum. Neue Dateien werden also erkannt, sowie Änderungen an Dateien. Alle Dateien, die so gefunden werden, lasse ich anschließend auf mein NAS kopieren.

Der Vorteil: Ich kann die Änderungen vorher kontrollieren und feststellen, ob sich Fehler eingeschlichen haben, oder der Katalog kaputt ist. Erst nachdem ich sicher bin, dass alles funktioniert, wird synchronisiert.

Hier habe ich noch ein Video über die Funktionsweise von FreeFileSync auf YouTube für dich herausgesucht:

Im gleichen Channel befinden sich auch noch weitere hilfreiche Videos.

Bei Bedarf kann auch eine Versionierung aktiviert werden. Dabei werden ältere Versionen der veränderten Dateien abgelegt. Dies ist besonders dann sehr praktisch, wenn Dateien häufig verändert werden und man gegebenenfalls eine ältere Version wiederherstellen möchte.

Wer von der Software überzeugt ist, kann auch eine Betrag spenden und erhält dafür eine verbesserte Version mit paralleler Verarbeitung der Synchronisation, Auto-Update und weiteren Features. Zusätzlich kann diese verbesserte Edition auf bis zu drei Geräten verwendet werden.

Die Software gibt es für Windows, Mac und Linux.

Ich hoffe, dieser Beitrag konnte dir ein wirklich hilfreiches Werkzeug zur Synchronisation deiner Daten näherbringen und auch erklären, warum ich dies manuell mache.

Viel Spaß weiterhin und gutes Gelingen!

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