Jedes Jahr stehen bei mir 2-3 Städtereisen am Plan. Da ich aus jeder Stadt besondere Fotos mitbringen möchte, muss ich mich vorbereiten. In diesem Beitrag  gebe ich ein paar Tipps, die dir bei der Planung und Vorbereitung helfen.

Überblick erlangen

Die erste Arbeit ist in der Regel weniger das Auffinden von passenden Orten, sondern die Abklärung von Rahmenbedingungen. Dies betrifft neben der Unterkunft (diese sollte strategisch gut gewählt sein) auch die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs, etwaige Touristen-Tickets als auch rechtliche Gegebenheiten.

Sehenswürdigkeiten & Locations

Jeder hat natürlich andere Vorlieben. Ich selbst fotografiere in den Städten natürlich die wunderbare Architektur, Blaue Stunde, Landschaften der Umgebung, aber es geht auch immer wieder auf einen Street-Trip. Auf Basis dieser Vorlieben muss man einen Überblick über die Stadt gewinnen. Welche Bauwerke gibt es? Gibt es beliebte Photospots, wie sieht das Geländer aus, wo geht die Sonne auf und wieder unter? Hierzu gibt es zahlreiche Hilfen:

  • Google-Suche nach Sehenswürdigkeiten
  • Webseiten á la ShotHotspot oder Locationscout
  • Fotosuche sowohl auf der Google-Imagesuche oder auch auf Fotoplattformen á la Flickr, 500px und Co. – teilweise sind bei den Fotos auch GPS-Informationen hinterlegt, das hilft dann natürlich gute Locations zu finden. 
  • Collections in Instagram verwenden. Fotos aus Ländern/Städten die mir gefallen, sortiere ich in eigenen Collections ein, damit ich im Falle einer Reise schon einige Tipps habe.

Generell ist es empfehlenswert den Ost-West-Verlauf der Stadt zu kennen.

Einheimische kennenlernen

Lerne Einheimische (Locals) kennen. Sie können dir Plätze zeigen, die du in einem Reiseführer findest und die viel interessanter sind, als die typischen Touristen-Hotspots. Hierzu kannst du dir bereits vor deiner Reise ein Model für ein City-Shooting suchen. Dies entweder auf TFP-Basis, oder auch bezahlt, was sich schlussendlich auch rechnet. Bitte einfach um eine Shooting-Tour abseits des Trubels. Eine wunderbare Gelegenheit Fotos mit nach Hause zu bringen, die sonst niemand hat.

Tagespläne erstellen

Pläne können natürlich geändert werden und das ist auch vollkommen in Ordnung. Dennoch weiß ich bereits zu Beginn meiner Reise, an welchen Locations ich zur blauen Stunde fotografieren möchte. Diese ist auf jeden Fall Pflicht und meist nehme ich den Sonnenaufgang bzw. -untergang gleich mit. Das gewählte Motiv kann man auf Google Maps genauer unter die Lupe nehmen und sich raussuchen, wo man sich z.B. für einen Sonnenuntergang idealerweise positioniert. Das spart vor Ort jede Menge Zeit und Stress.

Auch die Zeit zwischen den “Randevents” will genutzt werden. Hierzu nutze ich ganz gerne die App Google Trips. Diese App gibt es für Android, als auch iOS. Darin lassen sich nicht nur Hotel-Buchungen verwalten, sondern auch Sehenswürdigkeiten und interessante Ziele finden. Diese können dann in Tagesplänen organisiert werden. Schlussendlich erhält man eine Route, der man nur zu folgen braucht.

Update 19.11.2019: Google Trips wurde im Sommer eingestellt und kann nicht mehr genutzt werden. Es gibt aber Alternativen. Als Beispiel seien TripIt und Roadtripers genannt – wurden von mir aber noch nicht getestet.

Erholungsphasen / freie Aktivität

Ein Städtetrip soll aber auch Spaß machen. Aus diesem Grund sind ausreichend Pausen/Zeiten für kulinarische Entdeckungsreisen, als auch kreative Prozesse, vorzusehen. Es sollte auf jeden Fall der Spaß im Vordergrund stehen und nicht die Anstrengung.

Mit diesen Tipps wünsche ich dir tolle Fotos auf deiner nächsten Städtereise und freue mich über Feedback von dir!