Mit Anfang 2021 startete ich das Projekt 1:1 (Projekt1zu1 auf Twitter). In diesem Beitrag möchte ich die Hintergründe beleuchten und erklären, wie ich auf dieses Projekt kam und welche Einschränkungen ich mir dabei selbst auferlegt habe.

Hintergrund

Das Aufnahmeformat 1:1 war in der Fotografie immer schon ein sehr wichtiges. So beruhte die klassische Mittelformatfotografie darauf. In den 50er und 60er Jahren brachten Firmen wie Kodak (Instamatic) und Agfa (Agfa-Rapid) Kassettenfilmsysteme im quadratischen Format heraus. Durch das Aufkommen der Bewegtbilder geriet dieses Format in den Hintergrund. Bewegtbilder wurden großteils im Format 4:3 aufgenommen. In der heutigen digitalen Fotografie hat sich großteils das Bildformat 3:2 durchgesetzt. Mittlerweile sind wir die Formate 4:3, 3:2, 16:9 etc. schon so gewohnt, dass das quadratische Format ungewöhnlich erscheint.

Instagram (und sicher auch schon einige davor) ließ das Aufnahmeformat 1:1 wieder aufleben und verwendet es im Benutzer-Profil. Viele begannen, Fotos, Collagen etc. in diesem Format zu erschaffen, um so ihr Insta-Profil zu pimpen. Das Benutzer-Profil wird jedoch zunehmend uninteressant und im Feed werden die Fotos im tatsächlichen Format dargestellt.

Wie kam ich zum Projekt 1:1?

Mich selbst berührte dieses Aufnahmeformat lange Zeit nicht. Auch auf Instagram konnte ich mich damit nicht anfreunden. So kam ich selten damit in Berührung, spürte aber auch keine Motivation, mich diesem Seitenverhältnis zu nähern. Aus mir unbekanntem Grund begannen mir immer wieder quadratische Fotos aufzufallen. Mein Interesse stieg. Ich probierte und scheiterte.

Dieses Scheitern führte mich schlussendlich zum Projekt 1:1. Durch die regelmäßige Anwendung und Beschäftigung mit diesem Thema, möchte ich Motive in diesem Format sehen lernen und meine fotografisches Auge für die quadratische Form schärfen.

Vorgaben für das Projekt

Die einzige wirkliche Vorgabe für dieses Projekt ist die Einhaltung des Seitenverhältnisses.

Damit ich mich auf das Motiv konzentrieren und bereits im Vorfeld das fertige Bild sehen (lernen) kann, stelle ich bei meiner Kamera das Seitenverhältnis 1:1 ein, wenn ich für dieses Projekt fotografiere. Dadurch sehe ich nur mehr ein quadratisches Bild am Display bzw. im Sucher und auch Adobe Lighroom übernimmt diesen Ausschnitt nach dem Import.

Ich erlege mir keine Beschränkung in der Objektivwahl auf. Wichtig ist für mich nur das Aufnahmeformat.

Da ich Lightroom erwähnt habe: Ich nehme im RAW-Format auf und werde die Fotos natürlich entwickeln. Den Bildausschnitt werde ich nicht verändern, aber sicherlich eine Begradigung durchführen, sollte sich das notwendig sein.

Präsentation des Projektes

Ich werde laufend die Projektseite mit neuen Fotos erweitern und auch auf Twitter unter dem Hashtag #Projekt1zu1 berichten. Für mich selbst führe ich eine Sammlung der besten Fotos aus diesem Projekt. Diese werde ich Ende des Jahres veröffentlichen.

Bin ich mit den Fotos zufrieden und schaffe ich genügend gute, werde ich einen Kalender mit meiner Auswahl veröffentlichen. Andernfalls finden sich die besten Fotos auf der Projektseite wieder.

Wer kann mitmachen?

Es kann jeder am Projekt mitmachen. Idealerweise verwendest du den bereits genannten Hashtag #Projekt1zu1 auf Twitter. Ich freue mich auch über Follower dieses Projektes auf Instagram. Fotos, die mir ins Auge stechen, werde ich auch gerne retweeten, da ich den Hashtag natürlich verfolge. Was die Präsentation meines Projektes betrifft, werde ich dies nur mit meinen eigenen Fotos tun, ich bin aber auch offen für kreative Ideen.

Ich freue mich schon sehr auf dieses Projekt und natürlich über alle, die mitmachen wollen, oder es unterstützen!

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