Vor meinem Urlaub hatte ich mir die Canon M50 gekauft. Eine kleine, leichtgewichtige spiegellose Kamera von Canon. Die neueste von Canon und ich wollte einfach wissen, was Canon mittlerweile alles kann.

Ich hatte die Kamera jeden Tag von in der Früh bis spät abends in der Hand und habe wirklich intensiv getestet. Dabei kamen natürlich einige Vorteile, aber auch Nachteile zu Tage. Ausgangspunkt meines Vergleiches sind eine Canon EOS 6D als auch eine Sony Alpha 6000.

Sonnenaufgang an der Ostsee (Eckernförde)

Vorteile

Das Autofokus-System ist richtig schnell umd gefällt mir sehr gut. Ausschuss durch Fehlfokus gibt es damit kaum noch.

Super zufrieden bin ich mit dem EF-Adapter. EF-Objektive funktionieren damit richtig gut und wer diesbezüglich bereits ein Arsenal an Objektiven hat, kann auf sie zurückgreifen. Getestet habe ich sowohl Canon L-Linsen, als auch Objektive aus der Sigma Art Serie.

Wer von einer einstelligen Canon-DSLR kommt, der ist es gewohnt, richtig was in der Hand zu halten. Die Canon EOS M50 ist aber wirklich klein und man muss sich umgewöhnen, kommt dann aber sehr gut mit ihren Ausmaßen zurecht. Auch wenn ich nachwievor den Formfaktor der 6D sehr gerne habe, praktischer ist die M50.

Auslöser und Serienbildfunktion sind sehr flott und es macht richtig Spaß, mit der Kamera zu fotografieren. Nachteilig gegenüber der Sony Alpha 6000 ist der geringere RAW-Speicher, wodurch nicht so viele RAW-Fotos am Stück geschossen werden können, aber für mich hat das wenig Relevanz. Ich komme mit den möglichen 10 RAW-Files im Zwischenspeicher ganz gut zurecht.

Gerade im Gegensatz zu meiner Sony Alpha 6000 ist die Benutzerfreundlichkeit ein absolutes Highlight. Vieles kann super schnell eingestellt werden, schneller als bei der Sony. Wer noch nicht so viel Erfahrung hat, bekommt erklärte Menüs und kann durch eine schöne Menüführung die gewünschte Einstellung treffen. Für Fortgeschrittene bietet sich natürlich das gewohnte Canon-Menü an.

Die Kamera selbst hat keinen GPS-Empfänger, jedoch können GPS über die App Canon Connect via Bluetooth auf die Fotos geschrieben werden. Das funktioniert ausgezeichnet und kostet zumindest auf Seiten der Kamera kaum zusätzlichen Akku. Für das Smartphone empfiehlt sich jedoch ein Akkupack, welches zumindest ich immer dabei habe.

Die Einstellung des Fokuspunktes kann über das LiveView vorgenommen, oder aber man setzt auf den Touch AF. Hierbei kann eine Stelle des Displays als Touch-Area festgelegt werden. Bei Blick durch den Sucher kann nun mit dem Finger am Display der Fokus verstellt werden. Das ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, dann allerdings eine äußerst schnelle Variante den Fokus zu platzieren.

Nachteile

Eim Nachteil ist der Akkuverschluss. Dieser Verschluss befindet sich auf der Unterseite der Kamera. Das Fach enthält sowohl den Akku als auh die SD-Karte. Ist eine Sxhnellwechselplatte für ein Stativ montiert, lässt sih der Verschluss nicht mehr öffnen. D.h. ist Akku oder SD-Karte zu wechseln, musd die Wechselplatte zuvor entfernt werden.

Beim Umgreifen ist mir immer wieder die Lupenfunktion im LiveView im Weg und ich aktiviere sie ungewollt. Das ist gerade bei längeren Brennweiten – und wenn man schnell sein muss – ein Problem. Natürlich kann man sich daran gewöhnen, aber diese Funktion wäre besser am rechten oberen Rand aufgehoben. Derzeit ist sie rechts unten zu finden.

Sehr gewöhnungsbedürftig ist das fehlende Drehrad, mit dem man durch Fotos navigieren, oder Fokuspunkte bequem auswählen kann. Die M50 hat zwar ein Drehrad beim Auslöser, jedoch nicht bei den Q-Einstellungsbuttons. Das ist im ersten Moment sehr ungewohnt (vor allem, wenn man an dieser Stelle ein Drehrad gewohnt ist), aber mit der Zeit hat man „den Dreh“ raus. Zudem ist das wohl eines der letzten Argumente für die Canon EOS M5.

Tipp

Als Standardeinstellung ist der kontinuierliche AF aktiviert. Wird mit der Kamera hauptsächlich fotografiert, empfehle ich diese Funktion zu deaktivieren, da sonst bei eingeschaltetem Zustand der Autofokus ständig aktiv ist und somit mehr Strom als notwendig zieht. Für Videos sollte man diese Funktion allerdings wieder aktivieren, nicht vergessen.

Fazit

Ich bin richtig begeistert von der Canon M50. Ursprünglich habe ich sie als Backup-Kamera in den Urlaub mitgenommen und wollte ein paar Testfotos in Situationen fotografieren, in denen die 6D richtig gut performt. Aber schnell wurde die 6D abgelöst und ich hatte ständig die M50 in der Hand. Nach einer ersten Sichtung der Bilder war dies auch keine schlechte Entscheidung. Selbst wenn die Liste der Nachteile lang erscheint, es sind in Wirklichkeit Kleinigkeiten und man kann sich daran gewöhnen, ohne einen Nachteil zu erfahren. Daumen hoch für die M50 und man darf gespannt sein, was Canon nachliefert.

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